Die Ankunft

Liebes Tagebuch,

heute früh sind wir in Yangon gelandet. Der erste Schock ließ nicht lange auf sich warten. Dort wo normalerweise eine Kloschüssel zu finden ist, war nur ein Loch im Boden. Also stellten wir uns doch lieber in der Schlange vor dem Einreiseschalter an und verdrückten uns unsere menschlichen Bedürfnisse. Auf Grund unserer fehlenden Sprachkenntnisse verpassten wir jedes Mal die neu geöffneten Schalter und waren daher für eine Stunde immer die letzten in der Reihe. Zum Glück kam durch die, alle fünf Minuten stattfindenden, Stromausfälle romantische Stimmung auf. Noch kuscheliger wurde es dann bei der Taxifahrt vom Flughafen zu unserem Hotel: Zehn Menschen, zehn Koffer, zehn Rucksäcke und Taschen, zwei Taxifahrer und das Ganze aufgeteilt auf zwei unklimatisierte Fünf-Personen-Taxis. Unser Hotel dagegen ist eine Oase der Glückseligkeit in einer Wüste der Verschmutzung. Verschönert wird unser Aufenthalt durch das myanmesische Bier und den Mandalay Rum, der umgerechnet circa 80 Cent pro Flasche kostet. Der restliche Tag bestand darin, die nähere Umgebung unseres Hotels zu erkunden. Dazu gehörte auch ein nächtlicher Besuch in einer Bar samt Taxi-Irrfahrt nach Hause und einem ersten Kontakt mit der hiesigen Polizei. Daheim angekommen wurden wir von einem Rudel Wölfe mit einem herzlich gebellten „I woff youuuuuu“ empfangen, bevor es zu Bett unter unsere Moskitonetze ging.