Noch mehr Pagoden...

Liebes Tagebuch,

nach einem üppigen Frühstücksbuffet startete unsere ganztägige Rundfahrt durch die alten Pagoden in Bagan. Wir haben uns über den Tag verteilt sieben der 3122 Pagoden angeschaut. Darunter befanden sich unter anderem die größte und die höchste Pagode sowie ein Tempel, auf welchen wir hinaufsteigen durften. Oben zeigte sich uns ein überragender 360 Grad-Blick über Altbagan mit seinen historischen Pagoden und Tempeln. Die Stufen hinauf waren gefühlte 1,20 m hoch und sehr schmal. Diese uneuropäischen Verhältnisse bekamen dem Magen unseres Professors nicht so gut, weshalb er bis zum späten Nachmittag mit einheimischen Heilmitteln im Hotel verweilen musste.

Nachdem wir die Pagoden besichtigt hatten, führte uns der Guide zu einem Laquerware Store. In diesem konnten wir sehen, wie die traditionellen Lackkunst-Stücke gefertigt werden. Die Basis des Lackes besteht aus dem Harz eines Baumes. Dieser wird nach Aufbereitung entweder auf Teakholz, Bambus oder Bambus verflochten mit Pferdehaar in 18 Schichten aufgetragen. Jede Schicht benötigt eine Woche zum Trocknen. Für die verschiedenfarbigen Muster wird zunächst das Design aufgeritzt, danach die Farbe aufgetragen und abschließend poliert. Die bestimmt 30 Arbeiterinnen stellten von Möbelstücken über Teeservice bis hin zu Essstäbchen alles her.

Um den Sonnenuntergang über dem Ayeyarwaddy River bestaunen zu können, sind wir am späten Nachmittag mit einem schlagseitigen, wenig vertrauenserweckenden Boot auf den Fluss hinausgefahren. Nach mehreren Minuten begann der Motor komische Geräusche von sich zu geben und letztendlich ist er ganz ausgefallen. Langsam trieben wir auf dem dreckigen Gewässer steuerlos umher und wurden dabei von mehreren anderen Touristenbooten überholt. 

Nachdem uns das Ersatzboot mehrmals gerammt hatte, konnten wir doch noch vor dem Sonnenuntergang das Boot wechseln.