Born to be wild

Liebes Tagebuch,

am heutigen Vormittag wurden uns weitere zwei Vorträge vorgetragen, einer über das Thema ‚Kolonialisierung‘ und der zweite über die ‚Rechtfertigung von Militärdiktaturen‘. Zum Mittagessen liehen wir uns zum ersten Mal in Myanmar Elektro-Chopper aus.

Zu fünft machten wir uns auf unseren Bikes auf den Weg zu einem echten Italiener. Dort stellten wir unsere Chopper direkt vor dem Laden ab und wurden schon gleich als Biker-Gang erkannt. Mit ängstlichen Blicken wurde unsere Bestellung aufgenommen. Nach dem Mittagessen fuhr unsere Gang Off-Road. Mit Vollgas durch die Steppe, den Wind in den Haaren, erkundeten wir weitere Wege zwischen den zahlreichen Pagoden. Um uns am frühen Abend den letzten Vortrag über ‚Trinkwasser und Abwasser in Myanmar‘ anzuhören stellten wir unsere Bikes mit leerem Tank an der hoteleigenen Elektrotankstelle ab. Nach dem Vortrag war der Adrenalinspiegel deutlich zu niedrig. Die zweite Tour am Abend, bei anbrechender Dunkelheit  starteten wir mit vollem Tank, aber schon leicht angeschlagenen Choppern. Auf halben Weg zu unserem eigentlichen Ziel drehten wir um, um unsere kaputten Bikes zu tauschen. Nachdem wir mit viel Verwirrung die Bikes untereinander getauscht hatten, machten wir uns mit denselben Bikes, aber unterschiedlicher Besetzung wieder auf den Weg. Während dem Abendessen wurden die Bikes direkt neben dem Tisch aufgeladen. Danach übten wir unsere Künste im Sandfahren und veranstalteten noch ein paar kleine Rennen an den schön beleuchteten Pagoden entlang. Die Vorderbremse eines eh schon angeschlagenen Bikes verabschiedete sich dann mitten im Nirgendwo. Mit den Füßen bremsend fuhren wir unsere Bikes zurück zum Hotel. Am eigenen Pool beendeten wir den Abend mit einigen Bieren und einer nächtlichen DSA-Abnahme im Schwimmbecken.