Affenberg

Liebes Tagebuch,

der heutige Tag begann für einen kleinen abenteuerlustigen Part der Gruppe mit einer Fahrt zu einem Kloster bei dem Mount Popa. Die Fahrt dahin führte uns durch einen äußerst trockenen Landschaftsabschnitt mit Palmen und wenig weiterer Vegetation. Am Mount Popa selber glich die Landschaft eher einem Dschungel.

Unser Fahrer ließ uns am Fuß der Treppe zu dem Kloster raus und wir machten uns auf den Weg. Nachdem wir die ersten paar Stufen hinter uns gebracht haben folgte der „heilige“ Teil des Weges. Wie schon zuvor in den Pagoden, mussten auch hier die Schuhe ausgezogen werden und Hosen getragen, welche über die Knie hinausgehen.

Begleitet wurden wir auf dem ganzen Weg von anfangs sehr süßen Affen. Nach ein paar Stufen merkten wir aber, dass der Schein der süßen Affen ein wenig trügte. Nachdem wir ersten Körperkontakt hergestellt hatten, stellten wir fest, dass diese Tier nicht ganz so gut auf Menschen zu sprechen waren (was vermutlich an den Steinschleudern lag, die die Einwohner benutzten, um die Affen fern zu halten). Der Grund für dieses Verhalten war kurze Zeit später ausgemacht. Ein Bananenverkäufer wurde innerhalb von kürzester Zeit von Affen umringt, die jeden unachtsamen Moment ausnutzen wollten, um Essen zu stehlen. Oben im Kloster angekommen waren wir ein wenig enttäuscht, da die Aussicht wolkenverhangen und das Kloster renoviert und kitschig war.

Daher machten wir uns auch schnell wieder auf den Rückweg, auf dem wir wieder von Affen begleitet wurden. Zwei Begegnungen der besonderen Art hatten wir, als uns das Wunder der Natur direkt vorgespielt wurde.

Danach ging es auf den Rückweg mit einem kleinen Zwischenhalt in einer (vermutlich illegalen) Schnapsbrennerei. Zuerst bekamen wir ein paar Kostproben und dann konnten wir den Destillationsprozess an sich ansehen.

Zurück in Bagan gingen wir mit unserer kleinen Gruppe in ein myanmesisches Restaurant. Wir zahlten pro Person einen Preis und bekamen dafür einen kompletten Tisch voll mit Essen, welches immer wieder neu aufgefüllt wurde. Leider entsprach es geschmacklich nicht allen Vorstellungen, während andere mit viel Genuss das Schweinespeckcurry aßen. Der restliche Nachmittag wurde dann am Pool entspannt. Abends mieteten wir uns wieder Elektroroller und erkundeten offroad die Umgebung in Bagan. Bereits nach zwanzig Minuten hatten wir aber schon vier von sechs Elektrorollern verloren und mussten an einer Pagode auf Ersatz warten. Dann ging es weiter nach New Bagan in ein „europäisches“ Restaurant, in dem verrückterweise fast alle europäischen Gerichte gerade aus waren. Auf dem Weg hierher gab das fünfte Bike seinen Geist auf. Nach gegessenem Essen machte sich die Motorradgang auf den Weg zurück ins Hotel und entspannte noch mit Hopfengetränken am Pool, da am nächsten Tag die Fahrt nach Yangon anstand.