Koloniale Altstadt

Liebes Tagebuch,

am heutigen Morgen stellte sich heraus, dass das gestrige Essen nicht jedem bekömmlich war. Mit einem Totalausfall ging es lediglich zu neunt in die koloniale Altstadt Yangons. Unser Spaziergang startete am Bogyoke Aung San Markt im Süden der Stadt. Nach einer Toilettensuche im westlich gestalteten Kaufhaus schlenderten wir circa zwei Kilometer durch das Quartier Richtung Yangon River.

Trotz schwüler und drückender Hitze erschienen besonders die alten britischen Bauten aus der Kolonialzeit beeindruckend. Der Weg gestaltete sich jedoch durch die vielen Menschen auf den Straßen, den hupenden Autoverkehr und die löchrigen Fußwege als schwierig. Man musste aufpassen, nicht in den offenen Abwasserkanälen zu landen oder in Dreck zu treten. Dies betraf vor allem die Herren in Flipflops. Rund um die Sule-Pagode, welche ebenfalls in diesem Stadtteil liegt, wurde der Weg zusätzlich durch Tausende von herumfliegenden und sitzenden Tauben erschwert.

Der Großteil der Kolonialbauten befindet sich in einem schlechten Zustand, lediglich einige Gebäude wurden bereits renoviert, wie zum Beispiel die blaugestrichene City Hall oder das Strand Hotel direkt am Yangon River.


Gegen zwei Uhr kamen wir wieder im Hotel an. Die freie Zeit nutzen die meisten für ein Mittagsschläfchen. Der Professor, welcher den Tag über im Hotel blieb, nutze die Zeit zum Longyi-Kauf. Ein Teil der Gruppe suchte sich anschließend zum Abendessen ein Restaurant am Inya-Lake.