Reisetag

Liebes Tagebuch,

der heutige Samstag war der erste Reisetag im Inland. Um 8 Uhr morgens wurden wir von einem optisch ansprechenden 22-Sitzer abgeholt. Doch der Schein trübte… Von den insgesamt 600 km legten wir knapp 400 km auf dem „Highway“ zurück. Der Highway, ebenfalls optisch in einem guten Zustand, stellte sich als eine Buckelpiste heraus. Der Bus zeigte auf diesem Meisterwerk von Straße sein wahres Gesicht. Anstatt die Buckel auszugleichen verwandelte er die Fahrt in einen durchgehenden Raketenstart. Wir wurden von ständigen Vibrationen gequält und an besonders schlimmen Stellen in die Luft geschleudert. Somit war nicht einmal für die extrem schlafbedürftige Partymeute an eine erholsame Reise zu denken. Die Landschaft war ein Highlight. Hat man den ersten Kilometer gesehen, hat man die anderen 399km gesehen. Landschaftlich ansprechend waren hingegen die letzten 150 km. Auf engen Serpentinen ging es durch das schöne Gebirge. Für unsere Fahrer stellten die engen Straßen und die vielen LKW  keine große Herausforderung dar. Trotz steilen Abhängen, Gegenverkehr und der einsetzenden Nacht wurde munter überholt. Nach insgesamt zwölf Stunden Fahrt erreichten wir das Hotel am Lake Inle mit Genick-, Rücken- und Gelenkschmerzen, sowie gefühlten zehn Millionen Gehirnzellen weniger, durch das ständige Anschlagen des Kopfes. Zum Abschluss des Tages ging der nicht ganz so angeschlagene Teil der Gruppe zum Abendessen in einem echten myanmesischen Italiener.